Weihnachtstraditionen in Finnland

Das am dünnsten besiedelte Land Europas glänzt in der Weihnachtszeit mit vielen Bräuchen. Die Weihnachtstraditionen in Finnland gehen vom Pikkujoul bis Joulupukki.

Die Weihnachtstraditionen in Finnland beginnen vielerorts bereits im November. In dieser Zeit werden in Vereinen und Betrieben die ersten Pikkujoul, Weihnachtsfeiern, auch „kleine Weihnacht“ genannt, ausgerichtet. Den offiziellen Auftakt der Vorweihnachtszeit bilden die zahlreichen Adventskonzerte am ersten Advent. Der 6. Dezember ist nicht nur der Nickolaus, sondern auch Unabhängigkeitstag und somit ein gesetzlicher Feiertag. Nur eine Woche später wird das Luciafest gefeiert. Hier laufen Mädchen, mit Lichterkränzen durch die Straßen und singen finnische Weihnachtslieder.

Das gemeinsame Schmücken des Joulupuu, des Weihnachtsbaumes, ist ein fester Bestandteil des 23ten Dezembers. Genauso unverzichtbar sind Himmeli, aus Strohhalmen gebastelte, pyramidenförmige Mobile, welche von der Zimmerdecke hängen und brennende Kerzen, die auf das Fensterbrett gestellt werden. An diesem Tag ist ein traditionelles Vorweihnachtsessen Haferbrei, mit einer versteckten Mandel.

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Der offizielle Beginn der Weihnachtszeit, wird mit der Verkündung des 3-tägigen Weihnachtsfriedens in der Stadt Turku, am 24.12. um 12 Uhr mittags, eingeläutet. Der Direktor der früheren finnischen Hauptstadt verliest den uralten Text vom Balkon des Stadthauses. Im Anschluss, der im Fernsehen übertragenen Feierlichkeit und dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne, schließen alle Geschäfte, denn der wichtigste Tag des Weihnachtsfestes wird traditionell in den Kreisen der Familien verbracht. Dazu scheuen die Finnen weder frostige Temperaturen noch schneebedeckte Straßen, um die besinnliche Zeit mit ihren Lieben zu verbringen.

Weihnachtstraditionen in Finnland: Mit Schnee ist immer zu rechnen
Weihnachtstraditionen in Finnland: Mit Schnee ist immer zu rechnen

Weihnachtstraditionen in Finnland: Eine besondere Zeit

Am Heiligen Abend wird auch den Verstorbenen gedacht. Gemeinsam werden Gräber besucht und dort Kerzen aufgestellt. So entstehen überall friedliche, Schnee umgebende Lichtermeere in der Nähe von Kirchen.

Sind alle Vorbereitungen getroffen, gehört auch das Saunieren zu den festen Weihnachtstraditionen in Finnland. Die Reinigung von Körper und Seele, der Abbau von Alltagsstress und die eintretende Entspannung der Muskeln durch Hitze sind verlockende Argumente, diesen Ritus auch außerhalb Finnlands zu praktizieren.

Nachdem Körper und Seele im Einklang sind, wird es Zeit für das Weihnachtsessen. Traditionell besteht das Jouluruoka aus mehreren Gängen. Als beliebte Vorspeise gilt saurer Hering an Rote Beete. Das Hauptgericht, meist gepökelter Schinken mit verschiedenen Gemüseaufläufen als Beilage, wird in größeren Mengen gekocht, sodass mehrere Tage davon gegessen werden kann. Als Abschluss wird ein Kompott aus Früchten auf Milch oder Eis serviert. Zu einem kompletten Weihnachtsessen gehören auch Blätterteigsterne und Pfefferkuchenplätzchen sowie Glögi, ein finnischer Glühwein.

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Der Tonttu gehört zu Weihnachten

Weihnachten in Finnland ist auch eine Zeit der Geschichten und Sagen. Wie diese rund um die Tonttus, die fleißigen Helfer des Weihnachtsmannes. Ihr Markenzeichen sind rote Zipfelmützen, die am Heiligen Abend auch gern von Jung und Alt getragen werden. Natürlich ist eine Bescherung ohne Joulupukki undenkbar, denn wie hier jeder weiß kommt der einzige, wahre Weihnachtsmann aus Lappland. Ihm zu Ehren werden die zahlreichen, meist fröhlichen finnischen Weihnachtslieder gesungen.

Am Morgen des 25. Dezembers werden Gottesdienste in den Kirchen besucht und der zweite Weihnachtsfeiertag, der Tag des Heiligen Stephan, wird in den ländlichen Regionen traditionell zum Schlittenfahren genutzt. In den Städten wird darauf meist verzichtet. Stattdessen trifft man sich in Tanzlokalen und Restaurants. Auch in Finnland endet die offizielle Weihnachtszeit erst am 6. Januar, anlässlich des Dreikönigtages.